Unser Wunsch mit der Malinois-Zucht zu beginnen nimmt Formen an. Enie wurde Ende Mai 2012 gekört, daher steht einem Zuchteinsatz nichts mehr im Weg. Wir wollen im DKBS e.V. züchten, da uns in diesem Verein von Anfang an viel Unterstützung und Beratung zu Teil wurde und wir hier sehr frei sind in der züchterischen Gestaltung, wie z.B. der Auswahl der Deckrüden. Inzwischen liegen sowohl der internationale Zwingernamenschutz der FCI vor, wie auch die Genehmigung des Deckrüden für unseren ersten Wurf.

Sehr schnell haben wir festgestellt, dass der belgische Schäferhund, insbesondere der Malinois, für uns DIE Rasse ist von der wir nicht loskommen und dass wir ihm gerne unsere Aufmerksamkeit und unser Engagement, nicht nur sportlich, widmen möchten. Diese Gebrauchshunderasse mit ihren einzigartigen Arbeitseigenschaften erhalten und über eine sorgfältige Wurfplanung, Zucht und Aufzucht diesen wundervollen Tieren einen guten Start ins Leben zu geben ist unser Ansporn.

Was ist uns wichtig, was sind unsere Zuchtziele?

Wir möchten Malinois züchten, die dem Standard des Malinois der Fédération Cynologique Internationale (FCI) entsprechen. Die für uns wichtigsten Eigenschaften des Malinois sind Gesundheit, übersprudelndes Temperament, Intelligenz, hohe Bindungsbereitschaft, Schnelligkeit, Reaktionsvermögen, ein gutes Wesen und den stark ausgeprägten “will to please”.

Wir werden bei der Auswahl der Verpaarungen ganz sicher auf die uns wichtigen Eigenschaften, die Gesundheit, das Wesen und die Arbeitseigenschaften achten und versuchen kleinere Fehler mit dem entsprechenden Partner auszugleichen. Es ist uns wichtig dass die Hunde aber trotz allem alltagstauglich sind. Eine hohe Sozialkompetenz erwarten wir ebenso wie Herz und Führigkeit. Malinois sollen sehr bewegungssicher und agil sein um vielseitig einsetzbar zu bleiben. Allerdings möchte ich ganz klar betonen dass ich das Agility, auch wenn es mein favorisierter Sport ist, nicht für ein aussagekräftiges Selektionskriterium für eine Gebrauchshunderasse halte! Sollten die Triebanlagen und das wesensmäßige Potential für andere Sparten (beispielsweise IPO, Ring, Mondioring) nicht ausreichen, so wird der Hund veraussichtlich auch im Agility nicht den nötigen Biss mitbringen um so mitzuhalten wie wir uns das vorstellen, sofern man mehr als regionale Turniere anstrebt.

Ein weiterer Punkt der uns sehr wichtig ist, ist die genetische Vielfalt der Rasse zu erhalten/verbessern. Aus diesem Grund haben wir uns bereits beim ersten Wurf für keinen der „üblichen Verdächtigen“ unter den Deckrüden entschieden, deren Nachkommenslisten ganze Seiten füllen. Uns ist es wichtig einen Rüden zu wählen der noch nicht übermäßig viel im Zuchteinsatz war, um den Genpool der Rasse ein kleines Stück zu erweitern. Das macht die Planbarkeit der Nachkommen natürlich schwierig, aber die Natur und die Genetik lassen sich ohnehin nur schwer berechnen und wir werden die Auswahl der Verpaarungen nach bestem Wissen und Gewissen vornehmen.

Ich muss auch ehrlich sagen dass ein Zuchteinsatz von Enie zu Beginn unserer gemeinsamen Zeit von mir nicht angestrebt worden wäre. Ich gehöre aber auch zu den Menschen die sehr kritisch sind.
Enie ist, rassetypisch, mit der Zeit allerdings sehr gereift, das Wesen hat sich zusehends gefestigt und sie ist heute eine sehr führerbezogene Hündin, die im Alltag sehr unempflindlich und unerschrocken ist und im Sport sehr gut arbeitet. Unabhängig von der Sportart, sie ist voll dabei und immer bereit alles zu geben. Sie ist unproblematisch mit anderen Hunden. Fremden Menschen gegenüber ist sie zunächst reserviert, was sicher für die Rasse nicht untypisch ist. Sie verfügt über eine hohe Grundgeschwindigkeit und Beweglichkeit, ein hohes Maß an Intelligenz und Ausdauer und macht bei der Arbeit großen Spaß. Heute sind wir überzeugt davon dass sie wertvolle Nachkommen bringen kann und diese entsprechend gut prägen wird.

Wir werden in der Aufzucht und Prägung der Welpen sehr viel machen um die Welpen bestmöglich auf Ihr zukünftiges Leben vorbereiten.


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